Die Stars im Herbst!

Im Herbst geht es bekanntlich eher trist und grau zu. Damit das nicht auf die Stimmung drückt, bietet das Pflanzenreich reichlich Unterstützung. Mit unseren Stars für den Herbst wird es bunt und vielfältig. Die Heide z.B. begeistert jedes Jahr aufs Neue – und das zurecht! Wir zeigen Ihnen die passenden Pflanzpartner und noch einiges mehr für eine farbenprächtige Saison.

Der Übergang von Sommer zu Herbst lässt sich wunderbar nutzen, um für ein erstaunliches Farbschauspiel in den kommenden Monaten zu sorgen.

Mit spätblühenden Glattblatt-Astern (Aster novi-belgii) können Sie noch bis Oktober farbige Highlights in Ihren Garten bringen. Die winterharten Stauden erreichen eine Höhe von bis zu 1,20 m. Pflanzen sollten Sie sie nicht zu dicht, achten Sie dabei auf einen sonnigen Standort. Als wichtige Pflegegrundsätze gelten der Rückschnitt nach der Blüte und das Vermeiden von Staunässe.

Die anspruchslose, weiß blühende Schmetterlingshortensie (Hydrangea paniculata 'Butterfly') zieht, wie es der Name bereits verrät, Schmetterlinge magisch an. Wählen Sie einen windgeschützten, sonnig bis halbschattigen Standort. Die Rispenhortensie ist winterhart und kann im März, zur Förderung des Wachstums und der Blütenbildung, zurückgeschnitten werden.

In Weiß, Lila- und Pinktönen erstrahlen im Beet die Klassiker wie die reichblühende Knospenblüher- und Besenheide (Calluna vulgaris). Die farbenfrohe Chrysantheme (Chrysanthemum indicum) zeigt ihre körbchenartigen Blüten in den Farben Weiß, Gelb, Orange, Rot oder Pink sogar bis in den November hinein. Entfernen Sie vertrocknete Blüten, um Platz für neue zu schaffen. Man sollte sie reichlich gießen, außerdem ist ein windgeschützter Platz ratsam.

Ein weiterer, wertvoller Herbstblüher ist die Herbstanemone (Anemone hupehensis), die sich sowohl für sonnige, halbschattige als auch schattige Standorte eignet. Empfehlenswert ist frischer, humusreicher Boden. Ihren Ursprung hat die krautige Pflanze in China und Taiwan. Das Purpurglöckchen (Heuchera) ist eine interessante Blattschmuckpflanze für z.B. Beeteinfassungen, die dazu absolut frosthart ist. Es gibt rot-, grün- und gelb- bis orangelaubige Sorten. Von ihrer Blattfärbung hängt es ab, wieviel Sonneneinstrahlung die Pflanzen vertragen. Übrigens können Sie mit dem Purpurglöckchen erfolgreich Schnecken im Beet fernhalten.


HALLO HERBST! AUCH AUF BALKON & TERRASSE.

Im Nu lassen sich hübsche, herbstliche und zugleich pflegeleichte Zusammenstellungen im Pflanzkasten oder Kübel zaubern.

Zu Heide und Chrysantheme gesellen sich jeweils im passenden Farbschema schnellwüchsige Stauden wie Günsel (Ajuga reptans) oder das Pfennigkraut (Lysimachia nummularia). Die Vertikale wird im Handumdrehen mit auflockernden Seggen (Carex morowii & Carex brunnea) betont. Einen tollen Auftritt haben auch die edlen, silberlaubigen Herbstpflanzen wie das Texasgras (Calocephalus brownii) oder das Silberblatt (Senecio cineraria).


WUSSTEN SIE SCHON?

Das Pfennigkraut war zu Zeiten von Hildegard von Bingen in jedem Bauerngarten vertreten, da es aufgrund vieler besonderer Inhaltsstoffe antibakterielle und schmerzstillende Eigenschaften hat. Die Blättchen machen sich gut im Salat oder Kräuterquark – auch die gelben Blüten sind essbar!

Eine hübsche Bereicherung im Kübel mit ihrem satten Grün der Blätter und den farbenfrohen Blüten stellt die immergrüne Strauchveronika (Hebe) dar. Bei idealen Bedingungen entwickelt sie sich zu einem beeindruckenden Strauch. Sie benötigt einen kühleren Standort, der am besten nicht direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist. Auch vor kaltem Wind oder starkem Regen sollte man die Pflanze schützen.


AKZENTE MIT BEERENSTARKEN STRäUCHERN.

Nur wenig Herbstpflanzen glänzen mit ihren Vorzügen so wie Fruchtschmuckpflanzen. Ihre Beeren bleiben meist bis zum Frühjahr am Strauch.

Kugeligen Fruchtschmuck in Rosa, Pink, Lila oder Weiß zeigt die Torfmyrte (Pernettya mucronata) an ihren Triebenden frühestens ab August, der den Winter über am Strauch bleibt. Da es sich um eine zweihäusige Pflanze handelt, sind männliche und weibliche Pflanzen notwendig, damit sich Beeren bilden. Ursprünglich stammt der immergrüne Strauch aus Südamerika. Jung- bzw. Topfpflanzen benötigen einen Winterschutz. Genauso attraktiv sieht die Scheinbeere (Gaultheria procumbens) aus, mit ihren leuchtenden Beeren in Rot, Rosa oder Weiß. Sie eignet sich besonders als Bodendecker in luftiger, saurer Erde. Gießen Sie am besten mit kalkarmen Regenwasser.


HERBSTLICH SCHöNES FüR DIE GRABBEPFLANZUNG.

Nicht nur Zuhause soll es in der tristen Jahreszeit grünen und blühen. Im Herbst ist es deshalb für viele Menschen besonders wichtig, dass auch das Grab im neuen Glanz erstrahlt und dem Verstorbenen gerecht wird.

Auch für die herbstliche Grabgestaltung eignet sich die Heide mit ihren zarten Farbtönen hervorragend. Hier lässt sie sich bestens kombinieren mit kleinen Koniferen, wie beispielsweise dem Wacholder (Juniperus communis) mit seinem aufrechten Wuchs. Früher verbrannte man seine getrockneten Zweige, um böse Geister zu vertreiben. Der Wacholder ist genauso anspruchslos in der Pflege wie der immergrüne, winterharte Zwerg-Rhododrendron (Rhododendron impeditum). Im nächsten Frühjahr hat dieser dann seinen Auftritt als kleines Blühwunder. Im Mai blüht der Strauch wunderschön violett. An schattigen Stellen gedeiht auch das Kleine Immergrün (Vinca minor) gut, eine der besten Bodendeckerpflanzen, die von April bis Mai hübsche Blüten in Blau, Weiß oder Violett zeigt. Bis in den Oktober hinein können auch die beliebten Hornveilchen (Viola cornuta) gepflanzt werden, die sich entweder als Lückenfüller oder für eine großflächige Bepflanzung gut eignen.

Pflanzherzen bepflanzt mit roter Scheinbeere (Gaultheria procumbens) und Efeu (Hedera) sorgen für schöne Kontraste.

Nicht alle genannten Sorten sind dauerhaft im Gartencenter erhältlich. Wir helfen gerne bei der Auswahl. © Talking Brands